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Gegen soziale Kälte
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Mönchengladbach
Mönchengladbach, 13./14.4.05: Heiße Diskussionen gegen soziale Kälte
Insider wissen: In Mönchengladbach muss man nach Rheydt und Gladbach gehen, um die Menschen zu erreichen. Also stand das Info-Mobil mittwochs auf dem Rheydter Marktplatz und donnerstags vor dem ehemaligen Stadttheater, Hindenburgstraße. Begleitet wurde die Info-Tour von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Paritätischen, der PariSozial, des Arbeitslosenzentrums und Vertretern des Sozialverbandes VdK. Viele kamen mit ganz konkreten Fragen zum Info-Mobil, andere nutzten die Gelegenheit zu diskutieren.
Zum Thema "Hartz IV - Weg in die Arbeit oder in die Armut?" diskutierten auf dem Rheydter Markt: Johannes-Wilhem Schmitz, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Mönchengladbach; Klaus Müller, Geschäftsleiter der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (BQG), Gert Herzogenrath, stellv. Sozialamtsleiter der Stadt Mönchengladbach,Thomas Tenambergen von der Fachgruppe "Arbeit, Soziale Hilfen, Europa" des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW und Jürgen Bahr vom Arbeitslosenzentrum. Einigkeit herrschte in der von Johannes Eschweiler vom Bistum Aachen moderierten Diksussion nur über eins: Hartz IV allein kann das Problem Arbeitslosigkeit nicht lösen - es müssen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Heiß her ging es am Donnerstag: Angela Tillmann (SPD), Michael Schroeren (CDU), Hajo Siemes (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Uwe Achmutat (FDP) stellten sich den Fragen des Publikums. Zufrieden mit den Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl war das Publikum nicht, weil sie mit Parolen auswichen, wie: Kein Mindestlohn, Förderung von "Jobmotoren" wie Flughafen oder haushaltsnahe Dienstleistungen (CDU), ARGE in Mönchengladbach erst vor dem Start, Hartz IV Zeit geben (SPD), Mittelstand stärken, steuerrechtliche Veränderungen (Bündnis90/Die Grünen), nicht Umverteilen sondern in Technologie investieren z. B. Genforschung (FDP). Außerdem entstand der Eindruck, dass Hartz IV ein "Betriebsunfall" sei, den keiner zu verantworten habe. Karl Sasserath vom Arbeitslosenzentrum forderte deshalb, dass die Politiker/-innen in seine Einrichtung kommen sollten: "Ein Dialog zwischen Politik und arbeitslosen Menschen muss hergestellt werden, dann werden auch andere Gesetze verabschiedet."
Am kommende Tag steuerte das Info-Mobil Dortmund an: weiter
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