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Sozialpolitische Aktionen in Nordrhein-Westfalen




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Alarm in Beratungsstellen

Die Bielefelder Beratungsstellen schlagen Alarm. Die geplanten Kürzungen der Landesförderung trifft die Beratungsstellen im Kern. In einer gemeinsamen Stellungnahme weisen sie auf die schwerwiegenden Auswirkungen für Kinder, Jugendliche, Mädchen, Familien und Erwachsene hin.


Denkzettel an die Politik verpasst

Am 30.03. 2006 haben rund 150 Mitarbeitende aus aus ca. 22 Orten und mehr als 30 Beratungsstellen in Düsseldorf demonstriert.
Knapp 6.000 "Denkzettel" wurden an die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Generationen, Familie und Integration, Frau Stotz (SPD), übergeben. Die Vorsitzende, Frau Milz (CDU), war leider erkrankt. Vertreterinnen der Oppositionsparteien hatten unsere Aktion ausdrücklich als Unterstützung ihrer parlamentarischen Arbeit begrüßt und dazu ermuntert, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen.

Die Ausschusssitzung am Nachmittag bestätigte diese Aufforderung. Die Anträge von SPD und GRÜNE u.a. auf Erhöhung des Haushaltsansatzes für die Förderung der Beratungsstellen auf den Ansatz 2005 wurden mit den Stimmen der Regierungsfraktionen abgelehnt - ebenso wie in allen anderen Bereichen. Der ursprüngliche Entwurf, Einzelplan 15, der Regierung wurde unverändert angenommen.


Berater wollen Politik Denkzettel verpassen

"Der Bedarf wächst und das ist jetzt schon die dritte Kürzungswelle, die über uns hinwegrollt", ruft Walter Klamser, Leiter der Beratungsstelle an der Westhoffstraße in Dortmund auf, dem Land einen Denkzettel zu verpassen.

16 Prozent streicht das Land bei den Erziehungs- und Familienberatungsstellen.
Die Dortmunder Erziehungs- und Familienberatungsstellen verteilen in Schulen, Kindergärten und Freizeitstätten Denkzettel in Postkartenform zum Unterschreiben. Diese Postkarten sollen dann am 28./29.März dem Landtagsausschuss übergeben werden.

Lesen Sie den ganzen Artikel.

Materialien zur Dortmunder Denkzettel-Aktion finden Sie hier

 

Kürzungen gefährden Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

Zartbitter-Präventionsarbeit vor dem bitteren Ende?!

Seit fast zwanzig Jahren leistet Zartbitter Köln e. V. eine landesweite Intervention- und Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch, für die bislang sowohl Politik als auch Fachkreise aufgrund ihrer kindgerechten Konzeption voll des Lobes sind.

Weniger bekannt als die Arbeit von Zartbitter ist jedoch die Tatsache, dass Zartbitter mit weniger als 40% öffentlicher Förderung schon seit Jahren eine der am schlechtesten finanzierten Fachberatungsstellen in NRW ist. Finanziert wurde die Arbeit zu mehr als 60% aus Eigenmitteln des Vereins. Nun will das Land NRW die ohnehin geringe öffentliche Förderung für Zartbitter um 22.000 € im Jahr kürzen.

Sollte das Land NRW die Landesförderung für Zartbitter wie geplant kürzen, so bedeutet dies das Aus für die landesweite Präventionsarbeit und Fachberatung durch Zartbitter. Die geplante Kürzung des Landeszuschusses würde die Existenzbasis einer innovativen Präventionsarbeit gegen die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Jungen vernichten, denn die Sicherheit der öffentlichen Förderung ist gleichzeitig die Basis für die Beschaffung von Sponsorengeldern.

Weiterer Informationen, eine Presseerklärung finden sie auf der Zartbitter Köln Hompage.

 

Alarm in Beratungsstellen - Stellungnahme der Bielefelder Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche, Mädchen, Familien und Erwachsene (29.3.06) (9KB)

Presseartikel Berater wollen Politik Denkzettel verpassen (Stadt Anzeiger Dortmund 01.03.06) (114KB)


Kürzungen gefährden Arbeit
der Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen Köln [Mehr]